Startseite
Die elfte Auflage des FreewayCups bot den Zuschauern alles, was das (Sportler)-Herz begehrt.
Die Bayern waren die Besten
Eine überragende Stimmung auf den Rängen, temporeiche Begegnungen mit vielen Toren, ein brillanter Turniersieger und obendrein ein – vor allem nach dem ersten Turniertag – kaum für möglich gehaltenes Abschneiden der heimischen Mühlenkreisauswahl: Der FreewayCup hielt auch 2011 das, was er im Vorfeld versprochen hatte. Der Siegerpokal der Volksbanken im Mühlenkreis ging erstmals nach München. Der FC Bayern gewann das Turnier mit einem 2:0-Finalerfolg gegen den FC Schalke 04.
Platz drei sicherte sich Eintracht Frankfurt mit einem 4:3 im kleinen Finale gegen die Überraschung des Cups, die Mühlenkreisauswahl. Die "Mühlis" waren ganz schlecht ins Turnier gestartet und hatten vom 1. FC Köln (0:5) und den Bayern (0:6) die Hütte voll bekommen. Das Aufraffen der Akteure aus den Kreisen Minden und Lübbecke am zweiten Turniertag kam dann umso überraschender. Zuerst schlugen die Schützlinge von Stefan Hartmann und Heinz Zwingmann die Eintracht aus Frankfurt mit 4:1, ehe in der Ko-Runde zwei Triumphe gegen den KSC (7:6 nach Neunmeterschießen) und VfL Wolfsburg (2:1) unter atemberaubender Atmosphäre eingefahren werden konnten. Die Merkur-Arena – insgesamt kamen am Wochenende wieder knapp 5.000 Besucher – stand buchstäblich Kopf. Angeheizt durch Moderator Christian Spönemann, der auch dieses Mal wieder für eine phantastische Stimmung sowie die eine oder andere Laola-Welle in Kooperation mit Arminias Maskottchen „Lohmann“ sorgte, gab es auf den Rängen kein Halten mehr.
Der Halbfinaleinzug ist der größte Erfolg der Mühlenkreisauswahl in der Turniergeschichte, in der Runde unter den letzten Vier war dann erst gegen den späteren Turniersieger aus München Endstation. Beim FC Bayern brillierte vor allem Christian Derflinger (österreichischer Nationalspieler) mit seinen Tempodribblings und Finten, bei denen zahlreiche Gegenspieler blass aussahen. Der Akteur mit der Nummer 20 auf dem Rücken bekam zum Ende des Turniers auch völlig zurecht vom Sportartikelhersteller „adidas“ die Trophäe des besten Spielers des Turniers übergeben. Zusammen mit Sturmkollege Emre Can sowie Alessandro Schöpf – ebenfalls Mitglied der österreichischen Landesauswahl – wirbelte Derflinger die Abwehrreihen derart durcheinander, dass die Münchener während der ganzen Veranstaltung ohne Niederlage blieben.
Lediglich im Achtelfinale war Hannover 96 nah dran an der kleinen Überraschung, unterlag aber nach einem Krimi vom Punkt mit 6:8. Dieses Duell war im Übrigen eines der vier Achtelfinalmatches, das erst im Neunmeterschießen entschieden werden konnte – ein ganz klarer Fingerzeig für ein sportlich hochkarätig und sehr ausgeglichenes Teilnehmerfeld. Als bester Torschütze des Turniers durfte sich Alban Lekaj von der Eintracht aus Frankfurt auszeichnen lassen (8 Treffer), auch der beste Torhüter des Freeway-Cups 2010 kommt aus den Reihen der Hessen: Marius Trnka. Er setzte sich in der Abstimmung knapp vor Schalkes Schlussmann Felix Dornebusch durch.
Ebenfalls zu begeistern wussten die weiteren Show-Acte zwischen den Ko-Spielen. Auf der Mini-Rampe zeigten Benni Kopp, und Torben Kolwes ihr ganzes Können mit dem BMX-Bike, während Christopher Tönsing auf seinem Skateboard coole Tricks präsentierte. Für weitere Stimmung sorgte die holländische Marching Band „Pardoes“. Kurz vor dem großen Finale wurde dann einem der ganz Großen des Musikbusiness noch einmal eine Ehre zuteil, denn der Auftritt der TänzerInnen der Tanzschule Hull unter dem Titel „A tribute to Michael Jackson“ war schlicht und einfach: phantastisch. Dem Turnierteam um Dieter Holsing gehen also sichtbar keine Ideen aus, um das Rahmenprogramm immer wieder aufs Neue interessant zu gestalten.
Positiven Anklang fand der gemütlich hergerichtete, neue VIP-Bereich im Rondell vor der Merkur-Arena. Dicht an Dicht ging es zu im Foyer der Halle, wo sich die Besucher an belegten Brötchen, Butterkuchen oder der schon kultbehafteten Torte mit allen Vereinsemblemen laben konnten. Erstmals wurde ein Park-and-Ride-System angeboten, um die eingeschränkte Parkplatzsituation zu entzerren.
Allen, die an der elften Auflage des Freeway-Cups 2010 mitgewirkt haben, muss daher ein Riesenkompliment für die herausragende Organisation und Durchführung gemacht werden. Super ist das Stichwort, mit dem die elfte Auflage der inoffiziellen Deutschen U16-Hallenmeisterschaft in die Turnier-Historie eingehen wird.







